Biosphäre geschützt. Naturschutzpark

 


 

Allgemeine Informationen

 

Oberfläche : 20.163 Ha

Dörfer :

Málaga prov : El Burgo (6,71%), Istán (6,04%), Monda (4,89%), Parauta (14,04%), Ronda (24,18%), Tolox (33,41%) y Yunquera (10,73%)

Uskunft :

Oficina de Medio Ambiente
Alameda del Tajo
Casa del Guarda
29400 Ronda
TFNO: 952 16 92 06

 

 

Der Naturschutzpark Sierra de las Nieves wurde von der UNESCO als Reservat der Biosphäre geschützt. Er befindet sich in der Region des Berglandes von Ronda in der Provinz Málaga. Dieses Gebirge wird von tiefen und eindrucksvollen Schluchten, wie zum Beispiel der Schlucht von Caina mit einer Tiefe von mehr als 100 m, durchzogen. Aufgrund des aus Kalkstein bestehenden Bodens gibt es auch tiefe Simas, wie zum Beispiel das Gesm, das mit 1.100 Metern das dritttiefste der Welt ist. Die höchste Erhebung bildet die Torrecilla (1.919 m) in der Sierra Blanca (Weißes Gebirge) von Tolox.

Der bedeutendste Wald aus "pinsapos", den Spanischen Tannenbäumen, einer Baumsorte, die nur im Süden der Iberischen Halbinsel und im Norden von Marokko vorkommt, hat im Naturpark Sierra de las Nieves eine Gesamtfläche von mehr als 3.000 ha. Dort befindet sich einer der größten Bestände von Iberiensteinböcken in Andalusien. Zusammen mit dem Rehbock handelt es sich um die einzigen einheimischen wilden Huftiere des Naturschutzparks.

Der Naturschutzpark mit einer Oberfläche von 20.163 ha liegt zwischen den Gemeinden El Burgo, Istán, Monda, Parauta, Ronda, Tolox und Yunquera. Innerhalb des Parks gibt es keine asphaltierten Straßen, sondern nur Waldwege, die auf die Hauptstraße führen bzw. von ihr abzweigen.

Als Grenzgebiet zwischen dem atlantischen und dem Mittelmeerklima findet man dort eine ursprüngliche und breitgefächerte Flora. Im Hochgebirge, wo es oft regnet und viel Nebel gibt, gibt es viele Zenneichen und Spanische Tannenbäume. Außerdem kann man auch Eiben und Ahorn anfinden.

Der Spanische Tannenbaum blüht zwischen Mai und April und wurde durch den Schweizer Boissier Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckt. Dieser Baum wächst nur im Hochgebirge von Andalusien und im Yebala-Gebirge im nördlichen Teil von Marokko. Die Zenneiche wurde viele Jahre widerrechtlich abgeholzt und durch die Kiefer ersetzt. Trotzdem kann man noch einige im Wald von La Torrecilla (das Türmchen) und in den Bergen von "Los Quejigales" (die Zenneichen) finden.

In tiefergelegenen Zonen findet man Steineichen und Korkeichen, besonders in Istán und Monda. Es gibt auch eine große Anzahl an Johannisbrotbäumen und Kastanien. Aus dem Stamm der Kastanien wird in Tolox und Parauta Holz gewonnen, die Früchte werden am Markt verkauft.

Der Reichtum an Jagdtieren in diesem Gebirge führte dazu, dass 22.000 ha des Landes 1972 zum nationalgeschützten Jagdgebiet ernannt wurden. Nur aus diesem Grund haben Tierarten wie der Iberiensteinbock überlebt. Andere Tierarten, wie zum Beispiel der Dammbock und der Mufflon, wurden extra für die Jagd angesiedelt und dürfen nur in bestimmten gekennzeichneten Gebieten gejagt werden.

Im Naturschutzpark gibt es auch viele geschützte Tierarten. So zum Beispiel die Wildkatze, der Steinadler und der Fischotter, von dem es im Fluss "Verde" aber nur noch sehr wenige gibt.

In Tolox befindet sich das Tierheim "Pecho Venus" für geschützte Tiere. Hier werden die Tiere, die verletzt und von Privatpersonen, Jägern, Umweltschützern oder Förstern gefunden wurden, gepflegt. Nach der Genesung werden die Tiere wieder in ihrem ursprünglichen Naturraum ausgesetzt.

Die Tiere sind für die Wirtschaft in diesem Gebiet von großer Bedeutung. Ebenso wichtig sind Naturstoffe wie der Kork, die Kastanie und der Honig, die von den Menschen verarbeitet werden.

Zur wichtigsten Handwerksindustrie in diesem Gebiet zählen die Lederverarbeitung, die Sattlerei und die Schmiede.