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Der mozarabische Höhlenkomplex der Virgen de la Cabeza (9.-10. Jahrhundert n.Chr.), auch als Höhlen von Sankt Anton bekannt, befindet sich in einem vollständig ausgehöhlten Felsen.

Nach der islamischen Eroberung der Iberischen Halbinsel (711 n.Chr.) entschieden viele der spanisch-gotischen Gemeinden, weiterhin im Heimatland ihrer Vorfahren zu leben, obwohl sie den Krieg verloren hatten. Sie entschlossen sich, ihren Glauben und ihre Traditionen zu behalten und wurden "Mozarabes" genannt.

In den Höhlen kann man kann drei verschiedene Zonen gut erkennen. Eine der Zonen wurde für den Gottesdienst verwendet, eine andere als Wohnung der Priester, die dort lebten und eine dritte, die als Lebensmittellager und auch als Stall benutzt wurde.

TUrsprünglich lebte an diesem Ort eine kleine Priestergemeinde, deren Mitglieder nicht mehr als 10 Personen betrug. Dieser Ort wurde bis zum 18. Jahrhundert für Gottesdienste benutzt und später verlassen. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde dank der Vermittlung der Brüderschaft der Heiligen Jungfrau de la Cabeza diese Höhlenkapelle für den Gottesdienst wieder benutzt, was aber 1997 endete, nachdem das Rathaus Ronda den Höhlenkomplex völlig restauriert hatte.

Die Kirchenzone hat eine Oberfläche von 272 Quadratmetern und besteht aus einem Hauptschiff, in dem man einen Altar finden kann. Dieses Schiff ist mit einem anderen Raum verbunden, der als Sakristei genutzt wurde. Es gibt auch zwei Seitenschiffe, die beide mit dem Altar verbunden sind. Eines der Schiffe hat einen Eingang zur Krypta. Die Experten sind sich in ihrer Meinung sicher, dass die Krypta später gebaut wurde (17. - 18. Jahrhundert).

Die Wohnungsbereich besteht aus vier Räumen, die früher auch als Zelle benutzt werden konnten. Außerhalb dieser Räume und am Schluchtfelsen befindet sich eine in den Stein geschlagene breite Terrasse. Von diesem Punkt hat man einen wunderbaren Rundblick auf die Hochebene, in der sich die Stadt Ronda befindet.

Außerhalb des Gottesdienst- und Wohnungsbereiches befindet sich ein großes Lager für Speisen und ein Raum, der im Laufe der Zeit verschiedene Verwendungen hatte: Stall, Weinkelterei usw.

Der ganze Höhlenkomplex hat zusätzlich eine interessante Barockkapelle, in der die Heilige Jungfrau de la Cabeza (des Kopfes) verehrt wird. Diese Heilige Jungfrau ist die Ursache für eine Pilgerfahrt, die jedes Jahr im Monat Juni stattfindet.